Katastrophenschutz in Bargteheide - ein Auftakt (UPDATE 6.5. 20:30 Uhr)

Am 5. Mai veranstalteten die Stadt Bargteheide und die Feuerwehr einen erfolgreichen Informationsabend zum Thema Katastrophenschutz.
Dabei wurde nicht nur erläutert, welche Vorräte jeder Haushalt bereithalten sollte, sondern auch, wie der Kreis und die Feuerwehr mit einer außergewöhnlichen Einsatzlage oder einer Katastrophe umgehen. Hierzu zählen nicht nur ein anhaltender Stromausfall, sondern auch Sturm oder Dauerregen. Bei all diesen Einsatzszenarien haben wir es in der Regel mit einer Vielzahl an Einsätzen in kurzer Zeit zu tun. Der Fachdienstleiter Gefahrenabwehr des Kreises Stormarn, L. Franck, präsentierte, wie der Kreis aufgestellt ist und welche Maßnahmen er ergreift. Er betonte, dass alle Katastrophenschutzeinheiten, wie beispielsweise die Technische Einsatzleitung (TEL), der Löschzug Gefahrgut (LZG) oder die Sanitätsverbände, ehrenamtlich betrieben werden und dass alle Spezialisten auf ihrem Gebiet sind. Franck erklärte auch den Unterschied zwischen Zivilschutz und Katastrophenschutz.

Der Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr Bargteheide, Sven-Arne Werner, referierte, wie die Feuerwehr mit solchen Einsatzlagen umgeht und wie die Stadt aufgestellt ist. Er zeigte, dass solche Lagen lange dauern und die Feuerwehr nicht sofort zu jedem Einsatz kommen kann. Eventuell wird sogar Hilfe aus anderen Gemeinden oder Kreisen benötigt. In solchen Lagen nehme man die sogenannte Führungsstelle in Betrieb. Dort erhält man von der Rettungsleitstelle Süd alle Einsätze für das eigene Zuständigkeitsgebiet und vergibt diese an die Feuerwehren, die die Einsätze dann abarbeiten. Dadurch wird die Leitstelle entlastet und die Feuerwehr kann die Einsätze selbst priorisieren. Zusätzlich wird die Bevölkerung per Lautsprecher gewarnt, wenn dies erforderlich ist. Die Führungsstelle wird von den Feuerwehren der Ämter Ammersbek, Bargteheide Land und Stadt betrieben. In Schleswig-Holstein gibt es in allen Städten und Gemeinden eine solche Führungsstelle. Zusätzlich werden Fachberater des THW und von Unternehmen der kritischen Infrastruktur hinzugezogen und ebenfalls ein kleiner Stab gebildet. Die Stadt richtet in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der DLRG Bargteheide sogenannte Notfallinformationspunkte (NIP) ein. An diese können sich die Bürger in einer Notsituation wenden. Die NIP unterscheiden sich von einem kleinen Infopoint bis hin zu einer Notunterkunft, die mit Notstrom betrieben wird.

Außerdem wurden örtliche Vereine mit ins Boot geholt.

Die Feuerwehr Bargteheide beschäftigt sich bereits seit Langem mit diesen Themen und ist im Kreis Stormarn Vorreiter. Dies betonte auch Bargteheides Bürgermeisterin Hettwer. Nach den Vorträgen gab es eine Fragerunde, in der alle Anwesenden Fragen zum Themenabend stellen konnten.

Neben den Vorträgen gab es auch Informationsstände und eine Fahrzeugschau vor dem Gebäude.

Unter den Anwesenden waren die Polizeiführung aus Bargteheide, Verbindungsoffiziere der Bundeswehr, die dem Katastrophenstab des Kreises Stormarn angehören, sowie der Kreistagspräsident Hans-Werner Harmuth.

Rückfragen bitte an:

Kreisfeuerwehrverband Stormarn
Jan Levin de Oliveira
E-Mail: presse@kfv-stormarn.de
https://kfv-stormarn.de

JHo