A 1 Fahrtrichtung Bad Oldesloe

Nummer: 
20
Datum: 
28.01.2018 00:36
Stichwort: 
TH - sonstige techn. Hilfe
Alarmart: 
DME Zugalarm
Kameraden vor Ort: 
39
Fahrzeuge: 
KdoW
Fahrzeuge: 
ELW
Fahrzeuge: 
HLF
Fahrzeuge: 
LF16
Fahrzeuge: 
LF8
Fahrzeuge: 
GW-L1
Fahrzeuge: 
MTF

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn BAB1, Fahrtrichtung Norden, sind am Kreuz Bargteheide drei Personen tödlich verletzt worden, weitere zwei Personen wurden verletzt.

Die Feuerwehren Hammoor und Bargteheide wurde um 00:36 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn BAB1 alarmiert.
Beim Eintreffen bot sich den Rettungskräften eine Unfallstelle, die sich über mehrere 100 Meter hinzog. Ein PKW lag völlig zerstört auf dem Dach. Zwei weitere, stark zerstörte Fahrzeuge standen auf der Fahrbahn, zwei weitere Fahrzeuge wurden nur leicht beschädigt bzw. gehörten Augenzeugen.
In dem auf dem Dach liegenden PKW konnte der Notarzt bei drei Personen nur noch den Tod feststellen. Diese Personen waren schwerst eingeklemmt.
Die weiteren verletzten Personen wurden vom Rettungsdienst versorgt und in umliegende Krankenhäuser gefahren.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr stellten den Brandschutz an der Einsatzstelle sicher und sorgten für die Ausleuchtung der Unfallstelle mit mehreren Scheinwerfern. Ebenfalls wurden auslaufende Betriebsstoffe mit Ölbindemittel abgestreut.
Die angrenzende Böschung wurde von Einsatzkräften in einer Suchkette abgesucht, um zu ermitteln, ob sich noch evtl. aus dem Fahrzeug herausgeschleuderte Personen in den Gebüschen neben der Fahrbahn befanden. Diese Suche verlief ergebnislos.
Nachdem ein Sachverständiger der DEKRA die Bergung der verstorbenen Personen freigab, übernahmen Hammoorer und Bargteheider Kameraden zusammen die Bergung.
Der Rettungsdienst war ebenfalls mit einem Großaufgebot an der Einsatzstelle eingebunden.
Neben 2 Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF), 5 Rettungswagen (RTW) und dem Organisatorischem Leiter Rettungsdienst (ORGL) sowie dem leitenden Notarzt (LNA) waren auch ehrenamtliche Einsatzkräfte der SEG-Stormarn
(Schnell-Einsatz-Gruppe) im Einsatz, um den hauptamtlichen Rettungsdienst zu unterstützen.
Die TEL (technische Einsatzleitung) des Kreises Stormarn unterstützte bei der Registrierung und Koordinierung des Rettungsdienstes.
Das Kriseninterventionsteam (ehrenamtliche Kräfte) befand sich ebenfalls an der Unfallstelle, um Augenzeugen fachlich korrekt zu betreuen.
Für Feuerwehrkameraden, die über den Unfall sprechen mochten, wurde das PSNV-Team (Psychosoziale Notfallversorgung) alarmiert, damit kein Helfer mit belastenden Bildern nach Hause gehen musste und betreut über den Einsatz reden konnte.
Dieses Angebot steht jeder Freiwilligen Feuerwehr zur Verfügung.
Nachdem ein Bestatter die verstorbene Personen übernahm, konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Unfallstelle um 04:30 Uhr wieder verlassen. Die Autobahn war auch für Reinigungsarbeiten noch mehrere Stunden lang gesperrt.

Insgesamt sind an dem Einsatz ungefähr 80 Einsatzkräfte beteiligt gewesen.
Endgültiges Einsatzende für die FF Bargteheide um 05:30 Uhr.

Aufgrund der Tragik dieses Einsatzes wird es für diesen Einsatz keine Einsatzbilder im Bericht der FF Bargteheide geben.

JHo